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Arthrose beim Pferd

Traumata, Überlastung oder Abnutzung können in Gelenken zu Arthritis, also Gelenksentzündungen führen. Heilen diese nicht vollständig ab, führen sie zu degenerativen Veränderungen am Gelenk. Der Knorpel wird geschädigt, erfüllt nicht mehr ausreichend seine stoßdämpfende Funktion und durch Zubildungen versucht der Knochen das Gelenk zu stabilisieren. So entstehen Arthrosen, welche im Endeffekt zu einer Versteifung des Gelenks führen können. Dieser Prozess kann sehr schmerzhaft sein und führt häufig zu Lahmheiten. Typisch ist das „Einlaufen“ zu Beginn der Bewegung, also eine Lahmheit die sich mit Bewegung bessert. Arthrose wird meist bei eher älteren Pferden diagnostiziert und kann in allen Gelenken auftreten. Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind die der Gliedmaßen, aber auch die Facettengelenke der Halswirbelsäule.

Ein wichtiger Teil der Prophylaxe ist es auf ein optimales Körpergewicht des Pferdes zu achten, um eine geringe Belastung des Bewegungsapparates zu erreichen. Regelmäßige Rationsüberprüfungen stellen sicher, dass die Gelenke und der Gelenkknorpel jederzeit optimal versorgt sind. Ausreichende Bewegung durch angepasstes Training, sowie artgerechte Haltung fördern die Durchblutung und die Bildung der Gelenkflüssigkeit und damit die Gesunderhaltung des Gelenkknorpels.

Die angepasste Fütterung ist ebenso von großer Bedeutung für einen optimalen Gelenkstoffwechsel und sorgt dafür, dass die Gelenke und der Gelenkknorpel des Pferdes optimal versorgt sind. Zwar ist ein Pferd im Erhaltungsstoffwechsel generell in der Lage, seinen Nährstoffbedarf über eine mengenmäßig angepasste Fütterung von gutem Heu zu decken, es hat sich jedoch in verschiedenen Laboruntersuchungen gezeigt, dass die Qualitäten und damit die beinhalteten Nährstoffe im Heu extrem schwanken. Daher empfehlen wir, dem Pferd ein optimal auf die Bedürfnisse abgestimmtes Mineralfutter zu füttern. 

Sind bereits Arthrosen in einem oder mehreren Gelenken entstanden, ist das wichtigste Ziel die Entzündungen und Schmerzen zu lindern, sowie das Fortschreiten der Gelenkszerstörung zu verhindern oder verlangsamen. Einmal entstandene Schäden am Knochen sind nicht reversibel, daher ist es ratsam bei Verdacht frühzeitig den Tierarzt zu kontaktieren. Laut des Artikels „Equine osteoarthritis - A review of pathogenesis, diagnosis and treatment“ von Herrn N. Jansson sind z.B. Hyaluronsäure- oder Cortison-Injektionen in das betroffene Gelenk bewährte Behandlungsmöglichkeiten um die Gleitfähigkeit der Gelenksflüssigkeit zu erhöhen und die Entzündungen zu hemmen und so weitere Schädigungen des Gelenks möglichst zu verhindern. In Absprache mit Schmied und Tierarzt kann auch ein spezieller Beschlag, der das Gelenk entlastet, einigen Pferden helfen.
Die zielgerichtete Fütterung kann den Gelenkstoffwechsel unterstützen. Pflanzlichen Komponenten wie Teufelskralle, Curcuma oder Yucca werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugesprochen. Bei Turnierpferden muss dabei auf die jeweilige Karenzzeit geachtet werden.

 


 


Quellen:

  • „Pferdefütterung“ H. Meyer, M. Coenen, 5. Auflage, Enke Verlag
  • „Die röntgenologische und ultrasonographische Darstellung der Facettengelenke der Halswirbelsäule beim Warmblutpferd“ I. E. Lautenschläger, Hannover 2007
  • „Equine osteoarthritis - A review of pathogenesis, diagnosis and treatment“, N. Jansson, 1996, Pferdeheilkunde Ausgabe 12
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